Sprachrohr

Bönener Bahnhof ist Hauptthema beim politischen Aschermittwoch der CDU

07.03.2019

Wie jedes Jahr lud die CDU Bönenpartei am Aschermittwoch zum „Heringsdip"-Essen ein. Traditionell hält der Vorsitzende eine kurze Rede über aktuelle politische Themen und parteiinterne Projekte. Für Torsten Goetz war es die erste Gelegenheit, als Parteivorsitzender dieser Tradition fortzuführen. In seiner ersten Rede sprach er unter anderem über das Thema „Umbau des Bönener Bahnhofs".

„Aufwertung des Bahnhofsumfeldes, barrierefreier Umbau, Unterführung. Die Liste ist lang. Die Geschichten dazu noch länger" so eröffnete Goetz das heikle Thema. Doch die Chancen, dass der Bahnhof in der Gemeindemitte umgebaut werden kann, seien so gut wie lange nicht. Die Tatsache, dass der Bahnhof Lünen an die neue RRX-Strecke zwischen Münster und Dortmund angeschlossen werden soll, berge Möglichkeiten. In Lünen sei dafür nämlich der zweigleisige Ausbau des Bahnhofs notwendig. Der solle momentan aus Geldern der Mobilitätsoffensive 3 (MOF 3) finanziert werden, für die der Umbau am Bahnhof Bönen als Nachrücker vorgesehen sei. Sollte die Finanzierung in Lünen stattdessen über die Landesmittel für den Ausbau der RRX-Strecke erfolgen, könnten auch in Bönen die Bagger rollen, so Goetz.

Gleichzeitig bestätigt Goetz, dass die CDU und Bürgermeister Rotering in den letzten Tagen alle Hebel in Bewegung gesetzt haben, damit Bönen diese Chance erhält. So sei zum Beispiel enger Kontakt mit Ministerin Ina Scharrenbach gehalten worden, die viele wertvolle Hinweise zu den Voraussetzungen zur Beantragung der Fördergelder gegeben habe. Goetz weiter: „Unser Bürgermeister Stephan Rotering hat alle erforderlichen Anträge rechtzeitig gestellt und unseren Verkehrsminister Hendrik Wüst eingeladen, sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen. Wir warten jetzt auf die Förderzusage des Verkehrsministeriums für den Bahnhofsausbau in Lünen aus RRX-Mitteln." Der Clou dabei sei, dass die für den Ausbau notwendigen Haushaltsmittel (städtebaulicher Anteil) mit EUR 4,8 Mio. im genehmigten Haushalt für 2019

bereitstehen. Ohne den genehmigten Haushalt sei es selbst mit einer positiven Entscheidung des Verkehrsministeriums ausgeschlossen, dass Bönen diese Chance erhält. Insofern tadelte Goetz die SPD-Ratsfraktion: „Hätte die SPD mit ihrer Weigerungshaltung im Rat den ganzen Haushalt scheitern lassen, dann hätten wir jetzt einen nicht genehmigungsfähigen Nothaushalt und vorerst nicht einmal eine kleine Chance auf die Fördermittel."

Jetzt müsse Bönen auch etwas Glück haben – die Entscheidung in Düsseldorf kann die Kommunalpolitik nicht weiter beeinflussen. Wichtig sei nun noch, bei jeder Gelegenheit herauszustellen, dass der Bahnhof Bönen mit seinen 1.800 Fahrgästen pro Tag bei 18.000 Einwohnern sowie einer Auspendler und Einpendlerquote von je 6.500 Personen enorme Bedeutung für die Zukunft des ÖPNV in der Region habe und ein mehr als geeignetes Förderobjekt sei.