Sprachrohr

Goetz lehnt Zusammenarbeit mit Extremisten ab

07.02.2020

Die Wahl von FDP-Landeschef Thomas Kemmerich in Thüringen zum Ministerpräsidenten im dritten Wahlgang mit den Stimmen von CDU und AfD hat bundesweit für Entsetzen und Unverständnis gesorgt. Für den Vorsitzenden der CDU Bönenpartei gibt es da keine zwei Meinungen in Sachen  Umgang mit der AfD. Anbei das Statement der CDU.

Torsten Goetz, Vorsitzender der Bönener CDU: „Die Frage ist jetzt auch, wie wir auf kommunaler Ebene damit umgehen. Da darf es auch keine zweite Meinung geben. Wer hier mit Faschisten zusammenarbeitet, hat in einer Demokratie nichts verloren. Wir müssen jede Form von Extremismus bekämpfen, auch die von links. Für mich gilt: keine Deals mit der AfD. Eine Kooperation gibt es, solange ich hier Vorsitzender bin, nicht. In Thüringen wird die Verantwortung gerade hin- und hergeschoben zwischen Grünen, SPD, CDU und FDP. Falls es ein entsprechendes Ergebnis bei den Kommunalwahlen geben sollte, dass die AfD in den Rat einzieht, dann erwarte ich, dass alle demokratischen Parteien in Bönen sich ihrer Verantwortung bewusst sind und zusammenarbeiten.“ 

Marco Morten Pufke, CDU-Kreisvorsitzender: „Das was da passiert ist, ist in höchstem Maße unerfreulich. Ich hätte mir gewünscht, dass sich die bürgerliche Mitte aus CDU, SPD, FDP und Grünen im dritten Wahlgang auf einen gemeinsamen Kandidaten geeinigt hätte und wir hätten versucht, eine Minderheitsregierung hinzubekommen. Ich denke, es wird zu Neuwahlen kommen. Ich gehe aber davon aus, dass es dann ebenfalls keine eindeutigen Wahlergebnisse geben wird. Ich hoffe, dass sich dann die demokratische Mitte an einen Tisch setzt. Auf dem letzten CDU-Bundesparteitag ist der Beschluss noch einmal bekräftigt worden, dass wir weder mit rechten noch mit linken Extremisten gemeinsame Sache machen, also weder mit AfD noch mit der Linken zusammenarbeiten werden. Das gilt auch für die Politik im Kreis Unna.“

 

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