Sprachrohr

Leserbrief von Tilman Rademacher

10.02.2020

Leserbrief zum Artikel „Thüringen in Bönen Thema“ vom 08.02.2020

Von der Berichterstattung zu meinem Facebook-Post am Samstag habe ich mich noch nicht ganz erholt

Zu einem vollständigen Bild gehört nämlich der nicht zitierte Teil: „Es ist aber kein akzeptabler Ausweg, deshalb mit der AfD zu stimmen. In dieser Lage muss es jetzt entweder Neuwahlen geben oder Gespräche zwischen CDU, SPD und FDP, um eine stabile und nicht von der AfD gestützte Koalition zu bauen.“

Leider habe ich mich aus der Emotionalität des Mittwoch-Abend heraus bei meinem Beitrag im Ton vergriffen und bedaure das aufrichtig. Es war in keiner Weise mein Ziel, die AfD zu verharmlosen oder zu normalisieren. Wer mich kennt, der weiß, dass ich mich stets gegen Rechtsradikale eingesetzt habe – ich habe auch schon im Anzug mit der AntiFa vor einer Hundertschaft der Polizei gesessen, damit eine rechtsradikale DüGiDa-Demonstration nicht passieren konnte.

Am Donnerstag (übrigens vor der Ratssitzung) habe ich maßgeblich darauf hingewirkt, dass wir für die CDU Bönenpartei jede Kooperation im Rat mit der AfD ausgeschlossen haben. Der guten Ordnung halber sei klargestellt, dass wir in der Gemeinde bisher die einzige Partei und Fraktion sind, die das in dieser Verbindlichkeit für den Gemeinderat erklärt hat. Wir sehen entsprechenden Erklärungen der anderen Parteien erwartungsvoll entgegen.

Da noch am 20.01.2020 der damalige Chef der Thüringer Staatskanzlei, Benjamin Immanuel Hoff (DIE LINKE) in der MDR-Sendung Fakt ist! (in der Mediathek bei Minute 45:40-48:00) ausdrücklich erklärt hat, im Zweifel mit den Stimmen der AfD-Fraktion Gesetze beschließen zu wollen, sollten sich alle Ratsfraktionen so eindeutig positionieren, wie die der CDU Bönenpartei.

Ich werde mein Bestes geben, meine Worte in Zukunft sorgfältiger zu wählen und hoffe, dass wir uns jetzt wieder darauf konzentrieren können, gute Sachpolitik für die Gemeinde zu machen.

Tilman Rademacher