Sprachrohr

Vergabe-Modus für die verfügbaren OGS-Plätze schaffen

15.06.2020

Die CDU hat am 14.06.2020 einen Antrag zur Festlegung eines Vergabe-Modus für die verfügbaren OGS-Plätze der Gemeinde Bönen und zur Betreuungs-Garantie für Erwerbstätige gestellt.

Aus dem Antrag geht hervor, dass die CDU die Verwaltung damit beauftragen möchte, das OGS-Anmeldeverfahren für das Schuljahr 2021/2022 zu überarbeiten und vollständig neu aufzustellen. Gleichzeitig soll es ab dem Schuljahr 2020/2021  für begründete Bedarfsfälle eine Betreuungs-Garantie in der OGS geben. "Die Verwaltung wird beauftragt, anhand geeigneter Kriterien die Fälle zu beschreiben, in denen die Betreuungs-Garantie zum Tragen kommt." so Detlef Pilz (Fraktionsvorsitzender)

Der CDU-Fraktion ist es ein Anliegen, Bönen zu einem noch attraktiveren Wohnort gerade für junge Familien zu machen. Dafür müssen sich Wohnen und Arbeiten mit Kindern in der Gemeinde optimal in Einklang bringen lassen.

Gerade junge Familien stellt es vor unlösbare Herausforderungen, wenn die Kinderbetreuung nicht funktioniert. Niemand kann einer Arbeit nachgehen und gleichzeitig die Kinder hüten. Aus diesem Grund gilt für uns bei der CDU, dass in Bönen optimale Bedingungen in Sachen Kinderbetreuung erhalten muss, wer ansonsten nicht arbeiten gehen kann. Es handelt sich dabei um eine fundamentale Weichenstellung für unsere Gemeinde – denn wer nicht arbeiten geht, kann in Bönen auch keine Einkommenssteuer entrichten. Deshalb fordern wir eine Betreuungs-Garantie mindestens für Erwerbstätige. Wer arbeiten will, muss auch dann arbeiten können, wenn er oder sie Kinder hat. Uns ist weiterhin bewusst, dass auch spezielle soziale Bedürfnisse von Familien einen OGS-Bedarf begründen können. Gerade Kinder und Jugendliche, die zu Hause erschwerte Startbedingungen vorfinden, können von einer OGS-Betreuung profitieren.

Die CDU-Ratsfraktion fordert deshalb, dass die Vergabe der verfügbaren OGS-Plätze der Gemeinde Bönen nicht länger nach dem Windhundprinzip erfolgt. Es soll vor Vergabe der Plätze einen festen Anmeldezeitraum von mindestens mehreren Tagen, besser mehreren Wochen geben. Wenn es mehr Anträge als OGS-Plätze gibt, dann soll die Vergabe anhand von der Verwaltung festzulegenden Auswahlkriterien erfolgen, die insbesondere die Erwerbstätigkeit der Erziehungsberechtigten am Nachmittag und besondere soziale Bedürfnisse berücksichtigen.

Die CDU-Ratsfraktion fordert außerdem eine Betreuungs-Garantie in der OGS, wenn ein Antragsteller einen besonderen Grund für den Betreuungsbedarf geltend macht. Die Verwaltung soll geeignete Kriterien entwickeln, um einen solchen besonderen Betreuungsbedarf festzustellen. Aus Sicht der CDU-Ratsfraktion muss die Betreuungs-Garantie in der OGS mindestens für die Antragsteller gelten, die als Erziehungsberechtigte nachweisen, dass sie ohne die Betreuung ihre Erwerbstätigkeit einschränken müssten.

Generell soll die Verwaltung prüfen, wie ein unerwartet erhöhter OGS-Bedarf kurzfristig für alle Antragsteller gedeckt werden kann und im Übrigen ihr Bestes geben, um eine derartige Situation von vornherein zu vermeiden, in dem der zu erwartende OGS-Bedarf frühzeitig ermittelt wird.