Sprachrohr

Ausbildungsoffensive für Bönen

13.11.2021

Fachkräftemangel, fehlendes Personal, demografischer Wandel... Der Personalhaushalt macht deutlich, dass die Verwaltung vor einem Wandel steht. Aus diesem Grund hat die CDU Fraktion einen Antrag gestellt und möchte damit die "Ausbildungsoffensive" aufrufen. 

Der Antrag:

Der Rat der Gemeinde Bönen möge beschließen:

1. Die Verwaltung wird weitere Ausbildungsstellen ab dem Ausbildungsjahr 2022 in den Personalhaushalt aufnehmen, um den Fachkräftemangel innerhalb der Verwaltung entgegenzuwirken.

2. Um die (neuen) Ausbildungsplätze zu bewerben und die Anzahl der Bewerbungen zu erhöhen, entwickelt die Gemeinde eine „Azubi-Kampagne“.Ziel dieser Kampagne soll es sein, Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen aus unserer Gemeinde für unsere Verwaltung zu gewinnen.  

 

Begründung:

Angesichts der demografischen Entwicklung ist die Sicherung des Fachkräftebedarfs eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte für alle Akteure aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Auch der Öffentliche Dienst ist davon betroffen. 

Die Gemeinde Bönen hat in den vergangenen Jahren viele Fachkräfte verloren. Mit Blick auf den Personalhaushalt und die Altersstruktur der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innerhalb der Gemeindeist es abzusehen, dass vermehrt Stellen unbesetzt bleiben. Dies stellt ein großes Risiko für die Erledigung der Aufgaben im Rathaus dar. Aus diesem Grund möchte die CDU-Fraktion im Personalhaushalt weitere Ausbildungsstellen ausschreiben. 

Die Anzahl der zusätzlichen Ausbildungsstellen richtet sich dabei an die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den Jahren 2022 bis 2032 Anspruch auf die Regelaltersrente erwerben oder in Altersteilzeit gehen. Der Verlust dieser Arbeitskräfte ist zum größtenTeil durch Auszubildende auszugleichen.  

Ausbildungsplätze, die längerfristig den Fachkräftenachwuchs sichern könnten, bleiben nicht selten unbesetzt. Immer mehr Jugendliche verlassen die Schule mit Abitur und wollen anschließend studieren. Die duale Berufsausbildung gerät durch diesen Trend ins Hintertreffen. Zunehmend kommt es daher darauf an, junge Menschen durch Ausbildungsmarketing vom praktischen Wert und von den oft sehr guten Perspektiven einer beruflichen Ausbildung zu überzeugen.

Da auch die Gemeinde Bönen in den letzten Jahren Schwierigkeiten bei der Gewinnung von Auszubildenden hatte, empfiehlt sich die Entwicklung einer Azubi-Kampagne (für die betriebliche Ausbildung und das duale Studium bei der Gemeinde). Hier können gezielt Jugendliche und Schülerinnen und Schüler aus unserer Gemeinde angesprochen werden. 

Teil des Ausbildungsmarketings können Berufserkundungstage im Rathaus, stärkere Präsenz auf Jobbörsen sowie ein Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler der hiesigen Sekundarstufe II sein. In enger Zusammenarbeit/Kooperation mit den Schulen kann hier für Schülerinnen und Schüler ein Ideenwettbewerb ausgerufen werden, der das Ziel verfolgt, einen Ausbildungsplatz bei der Gemeinde Bönen zu „gewinnen“. 

Der CDU-Fraktion ist es wichtig, dass die Verwaltung eine Vorteilsübersetzung (z.B. hohe Übernahmequote bei guter Leistung, sicherer Arbeitsplatz, gute Perspektiven, vielfältige Aufgaben) für die Ausbildung in unserer Gemeinde erarbeitet. Darüber hinaus sollten Anreize geschaffen werden, die zur Steigerung der Attraktivität der Ausbildung dienen.  Dies könnte eine kostenlose Nutzung der VKU sein oder ein kostenloses Tablet, welches für den Berufsschulunterricht genutzt werden kann.  (Im Rahmen der Erstellung einer Azubi-Kampagne können weitere/andere Beispiele entwickelt werden.) 

Laut aktuellem Stand sind soziale Plattformen wie Facebook, Instagram und Co der Ort, um Jugendliche im Alter von 15-19 Jahren zu erreichen. Also genau die Altersgruppe, die wir als zukünftige Auszubildendesuchen und die die Gemeinde dort mit Informationen rund um das Ausbildungsangebot, duale Studiengänge und das Rathaus versorgen könnte.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Verwaltung bei der Erarbeitung einer Azubi-Kampagne einen „SocialMedia Plan“ mit einfließen lässt. 

Wir bitten um Zustimmung unseres Antrages durch den Rat.